Narrenzunft Waldhufenstromer Schömberg e.V.                          

Wissenswertes über uns:                                                                                               

 Die Narren der Waldhufenstromer fanden sich im September 2003 als lose Gruppierung zusammen. Nach der ersten erfolgreichen Kampagne wurden die Grundlagen für einen eingetragenen Verein geschaffen, welcher am 8.April 2004 in Oberlengenhardt gegründet wurde.

Unser Verein ist eine bunte Mischung aus 50 Persönlichkeiten mit großer Schnittmenge. Nicht nur über die Fasnetszeit, die für uns alle sowieso die schönste Zeit im Jahr ist, sind Aktionen im Verein, Spiel, Spaß und Spannung fast wie ein Ü-Ei sind wir für unseren Ort. Kurz gesagt es ist immer etwas los.

Unser Ziel ist es, das Brauchtum der Schwäbisch/alemannischen Fasnet zu erhalten. Und allen Nicht- Fasnetsbegeisterten zu zeigen was alles möglich ist.

 

 

 

So präsentieren wir uns während der Fasnetskampagne

( 6.01. bis einschl. Fasnetsdienstag):

 

In der Narrenzunft Waldhufenstromer gibt es mehrere Untergruppierung bzw. unterschiedliche Häs.

Der Karpatschenschneller

Im Umzug gehen die Karpatschenschneller voraus. Das wichtigste tragen sie, sofern nicht im Einsatz, um den Hals - die Karpatsche. Mit lauten Knallen verschaffen sie sich Gehör (früher gab es schließlich kein Telefon) und heute viel Anerkennung.

Das Hobbele 

Die Larve lehnt sich sehr stark an das Schömberger Wappen an, umrahmt von Forchenzapfen (Hobbele) und zwei Fuchsschwänzen. Das Häs besteht aus grünen und weißen Filzplätzchen, darüber werden zwei Schellengürtel getragen.

Der Mausbächpudel 

In bezugnehmend auf eine alte Sage, in der ein Riese sein Unwesen trieb, tragisch ums Leben kam und selbst der Teufel ihn nicht haben wollte, verwandelte sich dieser in ein wolfähnliches Wesen und wurde immer zur selben Stunde an der Mausbäch gesichtet. Immer zu Schabernack bereit, wurde der Mausbächpudel zu neuem Leben erweckt. Er trägt ein schwarzes zotteliges Fell mit langem Schweif als Häs  und als Larve trägt er einen Wolfskopf.

Die Mausbächhexen

Den Abschluss im Umzug gestalten die Mausbächhexen. Die größte Gruppierung unserer Narrenzunft zeichnet sich durch viel Umtrieb und Aktion aus. Das Häs ist in Erd- und Waldfarben gehalten, über der Schulter wird ein Fuchsfell getragen. Lange dunkle Pferdehaare und ein hochgetragenes Kopftuch machen die Larve perfekt. Große Zähne, lange Nase und falten geben der Hexenlarve das typische Aussehen.

Die Sage vom Mausbächpudel

Es hat sich zugetragen, dass zu frühen Zeiten ein Riese in der Burg Liebenzell lebte. Dieser Riese, Erkinger genannt, war ein übler Tyrann der die gesamte Gegend terrorisierte. Schließlich brachten die Bauern der Region es dazu, dass der Landesherr die Burg mit Truppen umstellte, worauf sich der Riese Erkinger schließlich von den Zinnen zu Tode stürzte.

In der Hölle angekommen, wies ihn jedoch sogar der Teufel ab, zu schrecklich und grausam erschien ihm der Erkinger. Seine Seele wurde verbannt, er wurde verwandelt und dazu verdammt, niemals zur Ruhe zu kommen. Seither ward der Mausbächpudel-halb Wolf, halb Mensch-immer zwischen 12 und 1 in der Nacht an der Mausbäch beim alten Grenzstein gesichtet, wo er die Menschen in gehörigen Schrecken versetzte. Übrigens, so sagt man, auch heute noch…..“

 Tradition und Brauchtum

Die Oberlengenhardter Narrenzunft „Waldhufenstromer“ lässt den Mausbächpudel und seine Begleiter jedes Jahr aufs Neue lebendig werden. Es beginnt in der Nacht vom 5. auf den 6.Januar.Mit dem Wasser aus der Mausbäch wird den Figuren Leben eingehaucht. Dann stromern die Waldhufenstromer durch die Fasnetszeit, verbreiten Frohsinn und auch Schabernack bevor am Fasnetsdienstag die Fasnet verbrennt wird. Am Aschermittwoch wird die Asche der Fasnet dann feierlich zu der Mausbäch hinunter getragen. Es ist dabei Brauch an den Häusern in Oberlengenhardt zu klingeln und die großer Trauer der Bevölkerung mitzuteilen. Viele Bewohner drücken ihr Mitgefühl aus mit einem hochprotzendigen Getränk, dass sie uns auf dem Weg mitgeben. Damit wollen sie unser Leid erträglicher machen. Danach ist der Moment da, an dem die Asche wieder in die Mausbäch zurück gegeben wird und somit der Kreis wieder geschlossen ist…….bis zum nächsten Jahr.